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Erläuterungen zur rechtskonformen Führung von Adelstiteln in Deutschland nach IFAA-Norm

Das IFAA-Institut beurteilt Adelsnamen als

ADELSTITEL
(Beurteilungskennung: A+):

wenn die folgenden Voraqussetzungen erfüllt sind:

In Ländern wie England oder außereuropäischen Ländern ist die Nobilitierung durch ein Königshaus möglich, dies jedoch ohne Rechtsfolgen in Deutschland. Eine internationale Nobilitierung ist als Würdigung nach Landesrecht zu beurteilen und kann im adelsverband.de bei der Begutachtung des Adelsnamens bewertet werden (Beurteilungskennung A+, bedeutet aktiver Adelstitel). Ebenso beurteilt der adelsverband.de neuzeitliche Nobilitierungen durch weltweit existierende Königshäuser und Sultanate gleichwertig mit historischen Nobilitierungen der Vorfahren von alten Deutschen Adelsgeschlechtern.

Abgrenzung zur rechtskonformen Führbarkeit von Adelstiteln in Deutschland

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Adelstitel
http://de.wikipedia.org/wiki/Namensrecht
http://dejure.org/gesetze/StGB/132a.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Berufsbezeichnung

Adelstitel in Deutschland: Der Adelstitel gab den Rang eines Adligen in der gesellschaftlichen Hierarchie an. Viele Adelstitel waren ursprünglich bloße Funktionsbezeichnungen. Adelstitel gehören seit Ende des Ersten Weltkriegs 1918 in Deutschland und Österreich der Vergangenheit an. Sie wurden in Deutschland 1919 durch die Weimarer Reichsverfassung abgeschafft und durch Landesrecht als Bestandteil des Nachnamens überführt. Ein Standesrecht besteht bei geführten Adelstiteln nicht mehr.

Ein Adelstitel ist also ein Namensbestandteil eines Adelsnamens geworden und die Führung dieses Titels ist nach Deutschem Recht dem Namensrecht eingegliedert.
 
Das Namensrecht ist als absolutes Recht ist in Deutschland in § 12 BGB geregelt. Es erlischt mit dem Tod des Betreffenden.

Namensrechtlich ist zwischen dem Adel als Namensbestandteil und dem Adel als Stand zu unterscheiden.

Namensbestandteil: Im Deutschen Reich wurden 1919 mit Art. 109 Abs.3 der Weimarer Verfassung die Vorrechte des Adels abgeschafft. Ehemalige Titel gelten seitdem als Namensbestandteil und können nicht mehr verliehen werden. Hierbei wird bei Frauen die weibliche Form des Titels verwendet, der Nachname existiert also ausnahmsweise in zwei oder drei unterschiedlichen Versionen. Männliche Nachkommen heißen somit zum Beispiel „Freiherr von″, weibliche „Freiin von″, die Ehefrau, die den Namen des Mannes annnimmt, heißt „Freifrau von″. Töchter eines „Herzog von″ heißen „Prinzessin von″, seine Frau jedoch „Herzogin von″.

Bei einem Ausländer, dessen Heimatstaat den Adel ebenfalls als Namensbestandteil führt, findet die Adelsbezeichnung auch in Deutschland über Art. 10 EGBGB Beachtung. Hat ein ausländischer Staat die Adelstitel vollständig aberkannt und erwirbt ein Ausländer, der diesem Staat angehörte, die deutsche Staatsangehörigkeit, bleibt der Verlust eines adeligen Namensbestandteils nach seinem vormaligen Heimatrecht wegen der identitätswahrenden Wirkung des Statutenwechsels weiterhin rechtsgültig.

Adelsstand: Verleiht ein ausländischer Staat Adelstitel als Standesmerkmale, so berührt das nur das öffentliche Recht dieses Staates. Wird ein Deutscher durch eine ausländische Macht in den Adelsstand erhoben, gelangt er deshalb in Deutschland nicht zu einem adeligen Familiennamen. Gleichsam ist die Anerkennung eines Deutschen Adelsnamens durch ein ausländisches Königshaus oder Sultanat eine Ehrung und Anerkennung nach Recht des Verleihungslandes, die das Deutsche Namensrecht nicht berührt und auch nicht die Möglichkeit eröffnet, den Familiennamen zu ändern..

Zusammenfassung: Adelstitel bezeugen in Deutschland keine Standesmerkmale mehr, dies gehört der Geschichte an. Die Prädikatierung eines Adelsnamens mit Standesrechten oder Ehrungen ausländischer Königshäuser oder Sultanate bedeuten immer eine Nobilitierung, Anerkennung oder Ehrung nach Recht des betreffenden Staates, in jedem Fall aber ohne Rechtswirkung in Deutschland. Ein Adelstitel ist kein Titel im Sinne eines akademischen Grades, wie z.B. dem Dr.-Titel, einer Amts- oder Dienstbezeichnung, Titeln oder Würden des öffentlichen Rechts usw. deren unberechtigte Führung unter die Strafvorschrift §132a Strafgesetzbuch fällt.  

Die Bewertung eines Adelnamens nach IFAA-Norm als Adelstitel (A+) dient ausschließlich der Klassifizierung und hat demzufolge nur beschreibenden Charakter ohne Rechtswirkung und Standeserhebung.

Damit bestärkt der adelsverband.de die Maßgabe des Deutschen Grundgesetzes, wonach jeder Mensch gleiche Rechte hat und jeder Mensch unabhängig von seinem Geburtsstatus frei entscheiden kann, welche Ideologien und Traditionen er in seinem Leben vertritt und nach außen trägt. Die Beurteilung des Adelsstatusses erfolgt durch das IFAA Institut ausschließlich nach empirischen Befunden bezüglich historischer Adelsstatuten und neuzeitlicher, im Verleihungsland angewendeter Adelsrichtlinien, ganz unabhängig vom sozialen Status des Begünstigten.
 

Den Adelsverband und das Institut für die Anerkennung von Adelsnachweisen ( IFAA ) erreichen Sie
Montag und Mittwoch unter der  Rufnummer 04251 983000 / Telefax 04251 983027 / Email
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