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Erläuterungen zum Begriff der Adelsvorrechte

Die nachfolgende Schilderung ist entnommen aus dem öffentlichen Online-Lexikon www.wikipedia.org. Bitte lesen Sie auch den Original-Quelltext und weitere Erklärungen hierzu unter Verwendung von Suchbegriffen.

QUELLE:
http://de.wikipedia.org/wiki/Adel

Glanzzeit und Niedergang des Adelsstandes 

In Europa hatte der Adel seine Glanzzeit vom Mittelalter bis in das späte 18. Jahrhundert. Dann begann in manchen europäischen Ländern bereits sein Niedergang. In Deutschland und Österreich bestimmte der Adel noch bis ins 20. Jahrhundert weite Teile des öffentlichen Lebens.

Seine Privilegien verlor der Adel allmählich durch die Folgen der Französischen Revolution und die Übernahme staatlicher und gesellschaftlicher Aufgaben durch das aufsteigende Bürgertum. In einer technisch komplizierter werdenden Welt erwies sich die bürgerliche Bildung in Industrie, Verwaltung und Wissenschaft als konkurrenzfähiger als die im 19. Jahrhundert noch an traditionellen adeligen Berufsbildern (Offizier, Diplomat, Landwirt, Jäger und Geistlicher) ausgerichtete Erziehung des Adels.

Nach dem verlorenen ersten Weltkrieg wurde von der Mehrheit des deutschen Adels die Weimarer Republik abgelehnt. Der Adel unterstützte weiter die konservativen deutschnationalen Strömungen in der Gesellschaft. Organisationen wie die Harzburger Front von Alfred Hugenberg mit Unterstützung von Reichswehrgeneral a. D. Hans von Seeckt und dem Kaisersohn und SA-Gruppenführer August Wilhelm Prinz von Preußen machten in Deutschland Adolf Hitler ab 1931 in den konservativen deutschnationalen Kreisen salonfähig und gelten als großer Schritt zur späteren Machtergreifung. Die Kamarilla (Otto Meißner, Oskar von Hindenburg, Elard von Oldenburg-Januschau, Franz von Papen, Kurt von Schleicher, Alfred Hugenberg und bedingt auch August von Mackensen) um Paul von Hindenburg trieb zur Unterstützung einer nationalistisch ausgerichteten Regierung die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler voran. Zu Beginn der Machtergreifung stützte sich Adolf Hitler auf die noch immer zahlreichen adligen Offiziere in der Reichswehr (General Werner von Blomberg von 1933 bis 1938 Reichswehrminister bzw. seit 1935 Reichskriegsminister und 1936 der erste Generalfeldmarschall der Wehrmacht). Im zweiten Weltkrieg verloren die adligen Offiziere mehr und mehr an Einfluss, da Hitler ihnen als gesellschaftliche Gruppe zunehmend misstrauisch gegenüber stand. Gegen Ende des zweiten Weltkrieges beteiligten sich viele adlige Stabsoffiziere am Widerstand gegen Adolf Hitler. Am 20. Juli 1944 scheiterte Claus Schenk Graf von Stauffenberg bei seinem Bombenattentat im Führerhauptquartier Wolfsschanze.


Aufhebung der Adelsvorrechte in der Weimarer Republik 

Für den Niedergang des Einflusses des Adels auf das öffentliche Leben Deutschlands sorgten der verlorene Erste Weltkrieg und die Weimarer Republik. Der letzte in Deutschland verliehene Adelstitel wurde am 12. November 1918 auf Antrag des Fürsten Christian Kraft zu Hohenlohe-Öhringen dem Geheimrat Kurt von Kleefeld verliehen. Mit dem Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung am 11. August 1919 wurden alle Vorrechte des Adels abgeschafft (Artikel 109, Abs. 2[7]). Alle Bürger wurden vor dem Gesetz gleichgestellt; Vorrechte der Geburt, des Geschlechtes, des Standes, der Klasse und des Bekenntnisses ausgeschlossen.

Die preußische Landesversammlung verabschiedete am 23. Juni 1920 das Preußische Gesetz über die Aufhebung der Standesvorrechte des Adels und die Auflösung des Hausvermögens. Mit diesem „Adelsgesetz“, das andere Länder des Deutschen Reiches in ähnlicher Form übernahmen, wurde der Adel rechtlich als privilegierte gesellschaftliche Gruppe in Deutschland abgeschafft. Weiterhin bestimmte dieses Gesetz, dass als der Name der bisherigen Adelsfamilien und ihrer Angehörigen die Bezeichnung zu gelten hatte, die sich bisher auf die nicht besonders bevorrechtigten Familienmitglieder als Familienname vererbte (also z.B. Prinz statt Fürst, Herzog statt König). Der bisherige Titel wurde so zum Bestandteil des bürgerlichen Familiennamens, wobei nach einer späteren Entscheidung des Reichsgerichts die geschlechtsspezifischen Varianten weiter verwendet werden konnten (z. B. „Carl Herzog von Württemberg, Diana Herzogin von Württemberg“).

Die Personen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Weimarer Reichsverfassung aufgrund ihres Standes (Primogenitur) eine besondere Bezeichnung (Herrschertitel) hatten, durften diese persönlich auf Lebzeit beibehalten. Das betraf insbesondere die ehemals regierenden Häuser.

Im heutigen Sprachgebrauch finden die Begriffe „Adel“ bzw. „Adelige“ daher immer noch für die Angehörigen dieser Familien Verwendung. Ehemalige Adelstitel – auch solche, die gesetzlich kein Namensbestandteil mehr sind – werden manchmal noch aus Tradition oder Höflichkeit als Anrede benutzt. Zudem kommen bei der Berichterstattung in den Medien, hauptsächlich in der Regenbogenpresse, frühere Adelstitel als Bezeichnung vor (z.B. „Fürstin Gloria“).

 

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